Aktuelles

Aktuelles und Veröffentlichungen aus der Heilpraxis am Holzmarkt:

 

September 2016

Artikel zum Thema: Innenmeniskus – unbemerkte Störungen

Oft stellen sich Patienten in meiner Praxis vor, welche über Schmerzen im Knie bergab oder beim Treppen abwärts gehen berichten. Meist tritt dieser Schmerz an der Innenseite des betroffenen Knies auf. Was die Betroffenen rätseln lässt: es trat keine Verletzung oder sonstiges Trauma vorher auf. So werden die Beschwerden gerne auf eine Überbelastung geschoben.
Noch schlimmer ist es, wenn plötzlich das Knie so stark schmerzt und blockiert, dass ein Weitergehen nicht möglich ist. Jetzt ist eventuell der Innenmeniskus gerissen und ein Teil des abgerissenen Meniskus ist in das Gelenk geraten.

Die Menisken befinden sich an verschiedenen Positionen im Kniegelenk, je nach Stellung des Knies. Beispielsweise bewegen sich die Menisken bei der Kniestreckung nach vorne zur Kniescheibe hin (während der Flexionsphase des Knies sind sie in Richtung Kniekehle lokalisiert). Während der Untersuchung fallen häufig einer oder beide Innenmenisken negativ auf; das bedeutet, sie verbleiben in der hinteren (posterioren) Position. Somit wird bei der Kniestreckung das vordere Horn des sichelförmigen Meniskus zwischen den Knorpelflächen des Kniegelenks eingeklemmt. Dieses wird teilweise nicht oder nur gering vom Betroffenen bemerkt. Das geht eine Zeitlang gut, aber plötzlich reißt der Meniskus ein und erzeugt dann größere Probleme.

Ursache für die eingeschränkte Beweglichkeit des Innenmeniskus ist meist der Muskel semimembranosus, der sich auf der Rückseite des Oberschenkels zur Innenseite hin befindet. Ist z.B. die Hüftschaufel auf einer Seite nach vorne rotiert und erzeugt eine funktionale Beckenschiefstellung, so wird der M. semimembranosus verkürzt und hat durch seine Faserverbindungen zum Innenmeniskus einen einschränkenden Einfluss auf diesen.

Ziel der Therapie ist, die störenden Einflüsse auf den Meniskus zu eruieren und zu beseitigen; es können unter anderem auch organische Ursachen die Funktionskette der unteren Extremität stören. Prophylaktisch wird in meiner Praxis unabhängig von den Beschwerden das Verhalten der Menisken durch einfache Tests geprüft.

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August 2016

Artikel zum Thema: Defizite im Krafttraining und Auswirkungen der Organe

Viele, die ernst- und gewissenhaft im Kraftsportbereich trainieren, kennen das Problem: Alle Übungen gehen gut, die Gewichte steigern sich mit der Zeit in diesen Workout-Übungen, nur diese eine Muskelpartie will nicht. Egal was man macht, ob Dehnen, modifizierte Übungen oder kurzzeitiges Schonen; es ist und bleibt die relativ schwächste Übung. Im schlimmsten Fall treten sogar Schmerzen oder Entzündungen der Sehnen bei diesen Muskeln auf.

Eine Ursache können organische Dysfunktionen sein. In der Kinesiologie und Osteopathie ist bekannt, dass bestimmten Organen spezifische Kennmuskeln zugeordnet sind. Hat das Organ eine Störung, welche dem Betroffenen nicht mal auffallen muss, so ist auch der Kennmuskel betroffen und ebenfalls gestört. Solange das Organ nicht berücksichtigt wird, hat eine Trainingsumstellung oder Behandlung keinen Erfolg. Erst wenn die Dysfunktion des Organs beseitigt wird, wird der Erfolg eintreten, da auch hier das Prinzip „Ursache und Wirkung“ gilt.

Ein Beispiel, welches in meiner Praxis wird oft berichtet wird: im Kraftsport sei das Bankdrücken eine der schwächeren Disziplinen. Die hierfür benötigten Muskeln sind der M. pectoralis major und minor (großer und kleiner Brustmuskel), M. deltoideus und M. triceps brachii. In der Praxis sind meist die Brustmuskeln betroffen, welche vereinfacht erklärt die Kennmuskeln für den Magen darstellen.

Die korrekte Vorgehensweise für Wiederherstellung der Muskelkraft wäre also die Untersuchung und Behandlung des Magens und dessen Innervationen, der Faszien und dann die Störungen des Muskels.

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Archiv

Artikel zum Thema: Hashimoto – Teil 2

(erschienen im Landsberger Monatsblatt)

Im Teil 1 wurden die Ursachen für die Hashimoto-Thyreoiditis aufgezeigt, hier geht es um die Behandlung.
Sollte bei einem Patienten Hashimoto-Thyreoiditis festgestellt worden sein, so wird folgender Ansatz verfolgt:
Das körpereigene Immunsystem hat Antikörper gegen die eigene Schilddrüse hergestellt. Nun muss das Immunsystem dazu gebracht werden, dass es diese Antikörper „vergisst“. Diese werden z.B. auch ausgeschüttet, wenn in den Körper Gluten oder L-Casein gelangen. Gluten ist ein Klebereiweiß, welches in den meisten Getreidearten vorhanden ist; L-Casein ist in Milchprodukten zu finden. Beide Stoffe gelangen bei einem gesunden Darm nicht in den Körper, jedoch ist bei kaum einem Menschen in unserer Gesellschaft der Darm nicht mehr komplett gesund. Der Darm ist durch Unverträglichkeiten, durch (Mikro-)Entzündungen undicht geworden. Hier spricht man vom „Leaky Gut Syndrome“.
Die Molekülstruktur des Glutens z.B. ist der Struktur des Schilddrüsengewebe so ähnlich, dass der oben genannte Antikörper zwar vom Gluten angesprochen wird, aber nun auch das Schilddrüsengewebe zerstört.
Es muss also eine Ernährungsumstellung erfolgen, die frei von Gluten und L-Casein ist, sowie eine, die den Darm wieder in seiner ursprünglichen und intakten Funktion wieder her stellt.
Zusätzlich werden Supplemente verabreicht, welche die Autoimmunreaktion vermindern und bei Problemen der Nebenniere oder des Insulinhaushalts diese jeweils unterstützen.

Artikel zum Thema: Hashimoto – Teil 1

(erschienen im Landsberger Monatsblatt)

Hashimoto, manche haben es gehört, kaum einer kennt es, aber viele haben es.

Was ist Hashimoto? Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Schilddrüse durch das eigene Immunsystem zerstört wird. Dabei ist sie eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen des Menschen und sie wird doch selten erkannt.

Die genauen Ursachen sind vielfältig und noch nicht komplett geklärt. Als gesichert gelten die radioaktiven Folgererscheinungen von Tschernobyl, übermäßige Jodzufuhr (Hashimoto-Patienten müssen Jod vermeiden), schwer verlaufende Viruserkrankungen (z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber), und Xenoöstrogene (z.B. Bisphenol A, Parabene in der Kosmetik). Relativ sicher ist laut Studien aus den USA auch die Einnahme von Kontrazeptiva (Antibabypille) als Ursache für eine Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung. Bei der daraus folgenden Schilddrüsen-Entzündung werden im Laufe der Zeit Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe gebildet und so eine Autoimmunerkrankung gestartet. Erschwerend in der Diagnose ist die Tatsache, dass aufgrund des Zerstörungsprozesses Symptome sowohl einer Schilddrüsenunterfunktion wie auch der -überfunktion auftreten.

Oft stellen sich in der osteopathischen Praxis Patienten vor, welche Symptome von Weichteilrheuma, Fibromyalgie, generalisierten Schmerzen, Stimmungsschwankungen und Gewichtsproblemen oder vom Erschöpfungssyndrom aufweisen. Diese Beschwerdebilder sind meist jahrelang schon erfolglos untersucht worden. Nach Ausschluss von strukturellen Ursachen (Trauma, Arthrose, Fehlstellungen vom Bewegungsapparat) wird mittels Anamnese und Blutananalysen auf Hashimoto-Thyreoiditis untersucht.

Bei positivem Befund wird der Patient ursächlich, das heißt auf Hashimoto-Thyreoidits behandelt. Die Vorgehensweise wird in Teil 2 dieses Artikels beschrieben.

Artikel zum Thema: Osteopathie und Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

(erschienen im Landsberger Monatsblatt)

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein äußerst komplexes Beschwerdebild, welches nur schwer zu erfassen ist. So treten Symptome oft als Tinnitus, Rückenschmerzen, Schwindel oder anders auf, so dass zuerst überhaupt nicht auf die CMD geschlossen wird. Daher kann eine genaue Diagnose und Therapie meist nur in einem interdisziplinären Netzwerk von Spezialisten durchgeführt werden.

Der Osteopath kann aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung primäre Störungen von sekundären Folgen unterscheiden und so die Zusammenhänge zwischen der CMD und dem Rest des Körpers eruieren. Eine CMD kann, muss aber nicht die primäre Ursache für die Beschwerden sein. Kiefer-, Kopf-, Iliosakral- und Fußgelenke stehen funktional durch propriozeptive Sensoren in Verbindung, so dass Störungen durch den ganzen Körper geleitet werden. Somit wird der gesamte Körper untersucht und die primäre Störstelle behandelt. Sollte die Bissstellung der Zähne die Ursache sein, so wird zuerst diese durch den Zahnarzt gerichtet; Störungen des Kiefergelenks oder in anderen Stellen des Körpers werden durch den Osteopathen wieder eingestellt.
Ist die Störung körperlicher und nicht psychosomatischer Art, so ist eine Verbesserung meist nach wenigen Sitzungen erreichbar.

Artikel zum Thema: Optik

(erschienen im Landsberger Monatsblatt)

Leiden Sie an Kopfschmerzen? Ist Ihr Kind beim Lernen oder Lesen unkonzentriert oder tut es sich schwer dabei? Schaut es im Unterricht oft aus dem Fenster? Eventuell leiden Sie oder Ihr Kind an einem unentdeckten Schielen (Strabismus), das nicht mal direkt sichtbar sein muss.

Aufgrund von Traumata (z.b. durch Stöße auf den Kopf oder Stürze auf das Steißbein), oder Problemen bei der Geburt sind oft die optischen Achsen der beiden Augen nicht mehr parallel. So stimmen beide Abbilder auf der Netzhaut nicht mehr überein und es entstehen Doppelbilder. Nun muss das Gehirn diese Doppelbilder wieder zu einem sich überlagernden Bild zusammenrechnen, was eine enorme Rechenleistung bedeutet. Daher stammen dann die Kopfschmerzen oder die Lern- oder Konzentrationsstörungen vor Überanstrengung, da die erforderliche Gehirnleistung zu einem hohen Anteil schon für das momentan fehlerhafte optische System verbraucht wird. Das Schauen aus dem Fenster entspannt das gesamte System, was jedoch oft falsch von Außenstehenden missinterpretiert wird.

In meiner Praxis werden bei entsprechenden Symptomen und aufgrund der Anamnese die Augenbewegungen untersucht. Diese werden durch einen Optiker, ich arbeite z.B. mit Optik Sehform, Optometrist oder Orthooptist bestätigt und gemessen. Oft fallen auch beim Optiker bei Untersuchungen diese Störungen auf, so dass unter anderem mit der Osteopathie mögliche Behandlungskonzepte mit mir entwickelt werden.
Je nach gefundenen Störungen werden dann die entsprechenden Hirnnerven, die die Augenmuskeln ansteuern, und deren möglichen Störungsstellen im Schädel untersucht und behandelt. Des Weiteren werden auch die zugrundeliegenden Ursachen behandelt, deren Auswirkungen die Hirnnerven und Augenmuskeln stören.