ME/CFS – Wenn Erschöpfung nicht mehr verschwindet
Leiden Sie unter anhaltender Erschöpfung, die sich auch durch Ruhe nicht bessert?
Verschlechtern sich Ihre Symptome nach geringer körperlicher oder geistiger Belastung deutlich?
Dann könnte eine Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) vorliegen.
In meiner Privatpraxis in Landsberg am Lech begleite ich Patientinnen und Patienten mit ME/CFS, Post-COVID-Fatigue und chronischer Erschöpfung individuell und regulativ-medizinisch.
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung.
Sie betrifft nicht nur die Energie – sie betrifft das gesamte Regulationssystem des Körpers.
Was ist ME/CFS?
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung.
Sie betrifft nicht nur die Energie – sie betrifft das gesamte Regulationssystem des Körpers.
ME/CFS ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Belastungsintoleranz.
Das zentrale Merkmal heißt:
Post-Exertional Malaise (PEM)
Eine deutliche Verschlechterung der Symptome nach körperlicher, geistiger oder emotionaler Belastung – oft zeitverzögert um 24–72 Stunden.
Betroffene erleben:
- massive Erschöpfung trotz ausreichender Ruhe
- „Brain Fog“ (Konzentrationsstörungen)
- Muskelschmerzen
- Schlafstörungen
- Kreislaufprobleme
- Reizempfindlichkeit
- reduzierte Belastbarkeit bis hin zur Bettlägerigkeit
ME/CFS ist keine psychische Erkrankung.
Es ist eine komplexe Regulationsstörung des autonomen Nervensystems, des Immunsystems und des Energiestoffwechsels.
Leider wird sehr oft den Betroffenen nicht geglaubt und schnell in psychische Störungen geschoben. Dieses verschlimmert die Symptomatik noch mehr, da man sich nicht verstanden fühlt und die eigentliche Lösung sabotiert wird.
Mögliche Auslöser
Mögliche Auslöser
- 30Virusinfektionen (z. B. Epstein-Barr-Virus)
- Post-COVID
- bakterielle Infekte
- schwere Stressbelastungen
- immunologische Dysregulation – das Immunsystem ist entgleist
Häufig beginnt die Erkrankung nach einer Infektion – und klingt dann nicht mehr ab.
Was passiert im Körper?
Aktuelle Forschung zeigt Hinweise auf:
- mitochondriale Dysfunktion
- gestörte Sauerstoffverwertung (es kommt zwar Sauerstoff in den Körper, der wird jedoch nicht verwendet
- neuroinflammatorische Prozesse
- Dysregulation des autonomen Nervensystems
- veränderte Zytokinmuster (das sind die Botenstoffe des Immunsystems)
- Blockade des körpereigenen Entgiftungssystem
Die Energieproduktion ist nicht einfach „zu wenig“ – sie ist fehlreguliert.
Diagnostik in meiner Praxis
Die Diagnose ist klinisch – es gibt keinen einzelnen Laborwert.
Ich arbeite mit:
- ausführlicher Anamnese
- Erfassung von PEM
- individueller Blut-, Speichel- und Urinuntersuchung (ein einzelner Laborwert reicht nicht aus.)
- Mikronährstoffdiagnostik
- Fettsäuren
- Zustand der Zellen
- Spike-Protein-Belastung
- Katecholamine (Stresshormone)
- Tryptophan-Metabolismus
- u.v.m.
- ggf. orthostatischer Testung
- Belastungsprofil
Ziel ist es individuelle Regulationsmuster zu verstehen.
Therapieansatz bei ME/CFS
Wichtig:
Es gibt derzeit keine kausale Standardtherapie.
Aber es gibt sinnvolle Strategien zur Stabilisierung und Verbesserung der Lebensqualität.
Ich arbeite individuell und multimodal, mit Zielsetzung auf Effizienz.
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1. Pacing – das Fundament
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- Energie-Management
- Vermeidung von Crash-Zyklen
- Erkennen der individuellen Belastungsgrenze
Ohne gutes Pacing ist jede andere Therapie ineffektiv.
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2. Mitochondriale Unterstützung
Je nach Befund:
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- Mikronährstoffe wie: Coenzym Q10, NADH, B-Vitamine, etc.
- Makronährstoffe wie gute Öle und Aminosäuren
- Ketogene Ernährung, um die Mitochondrien aus dem Stress zu holen (es ist einfacher, als es klingt)
- IHHT-Atemtraining oder Photobiomodulations-Atemtherapie
Ziel: Verbesserung der zellulären Energiebereitstellung.
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3. Regulation des autonomen Nervensystems
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- Atemregulation
- vagale Stimulation
- Herzratenvariabilitäts-Training
- sanfte osteopathische Impulse
- gezielte Entlastung des Regulationssystems
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4. Entzündungsmodulation
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- Ernährungstherapie
- Darmregulation
- Mikrobiom-Optimierung
- antiinflammatorische Strategien
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5. Individuelle Zusatzoptionen
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- Mikrozirkulationsförderung
- Sauerstofftherapie (je nach Indikation)
- orthomolekulare Begleitung
- Schlafregulation
- psychosoziale Stabilisierung
Mein Ansatz
Mein Ansatz
ME/CFS verlangt Geduld, Genauigkeit und ein tiefes Verständnis für die feinen Regulationsmechanismen des Körpers.
Es geht nicht darum, Grenzen zu überschreiten – sondern darum, Stabilität aufzubauen.
Viele Betroffene haben eine lange Suche hinter sich.
Nicht selten bleibt das Gefühl, mit den eigenen Beschwerden nicht wirklich verstanden oder ernst genommen worden zu sein.
Mir ist wichtig, genau hier anzusetzen:
zuzuhören, Zusammenhänge verständlich zu erklären und einen klaren, realistischen Weg aufzuzeigen.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen:
- die Häufigkeit und Intensität von „Crashs“ zu reduzieren
- die Belastbarkeit Schritt für Schritt behutsam zu erweitern
- die Lebensqualität spürbar zu verbessern
- Körper und Nervensystem in ihrer Regulation zu unterstützen
Ich arbeite strukturiert, individuell und realistisch.
Heilversprechen gibt es bei mir nicht – aber einen klaren Plan und medizinische Erfahrung
17 Jahre Praxiserfahrung haben mir gezeigt:
Veränderung ist möglich, wenn man das System versteht und Patienten ernst nimmt.
Symptome, die eine Vorstellung in der Praxis empfehlen:
- anhaltende Erschöpfung nach Infektion
- deutliche Verschlechterung nach Belastung
- keine klare Erklärung in der Schulmedizin
- Post-COVID mit starker Fatigue
- bisher erfolglose Therapieversuche
