Mitochondrientherapie und funktionelle Medizin Landsberg am Lech

Mitochondrien & Erschöpfung – Ursachen und Behandlung in Landsberg

Mitochondrien & Erschöpfung – das ist ein Zusammenhang, der in der Schulmedizin oft übersehen wird. Als Heilpraktiker in Landsberg am Lech untersuche ich mitochondriale Dysfunktion als Ursache bei chronischer Erschöpfung, Long Covid und ME/CFS.

Anhaltende Erschöpfung, die sich trotz Schlaf nicht bessert. Leistungseinbrüche ohne klare Erklärung. Blutwerte im Normbereich – und trotzdem fühlt sich der Körper dauerhaft überfordert an.

In solchen Fällen lohnt ein Blick auf die Mitochondrien: die Kraftwerke unserer Zellen, die für die Energieproduktion zuständig sind. Wenn sie nicht richtig funktionieren, spürt man das – oft lange, bevor Standard-Laborwerte Auffälligkeiten zeigen.

Als Heilpraktiker in Landsberg am Lech untersuche ich mitochondriale Dysfunktion als mögliche Ursache bei chronischer Erschöpfung, Long Covid, ME/CFS und ähnlichen Beschwerdebildern.

Nach bisherigen Erkenntnissen kann Long Covid also ähnlich einer Mitochondriopathie behandelt werden, jedoch mit anderen Schwerpunkten in der Therapie.

Mehr Details sind in der Rubrik Mitochondrien zu finden:

Was sind Mitochondrien – und warum sind sie so wichtig?

Mitochondrien sind winzige Strukturen in fast jeder Körperzelle. Ihre Aufgabe: Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat) herstellen – den universellen Treibstoff für alle Zellfunktionen.

Wenn Mitochondrien gestört sind, fehlt diese Energie – nicht nur für Muskeln, sondern für das gesamte Regulationssystem: Immunsystem, Nervensystem, Hormonsystem, Darm.

Das erklärt, warum mitochondriale Dysfunktion so viele verschiedene Symptome verursachen kann.

Typische Symptome einer mitochondrialen Dysfunktion

  • Chronische Erschöpfung, die sich durch Ruhe nicht bessert
  • Muskelschmerzen oder -schwäche ohne erklärbaren Grund
  • Brain Fog – das Gefühl, nicht klar denken zu können
  • Schlafstörungen trotz körperlicher Erschöpfung
  • Kreislaufprobleme, Schwindel, Herzrasen
  • Belastungsintoleranz: schon kleine Anstrengungen führen zu starker Erschöpfung
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm oder Stress

Diese Symptome treten häufig nach Virusinfektionen auf – zum Beispiel nach COVID-19 (Long Covid), nach dem Epstein-Barr-Virus (Pfeiffersches Drüsenfieber) oder anderen Infekten.

Mitochondriale Dysfunktion und Long Covid

Aktuelle Forschung zeigt, dass viele Long-Covid-Patienten Anzeichen mitochondrialer Dysfunktion aufweisen: gestörte Energieproduktion, neuroinflammatorische Prozesse, veränderte Sauerstoffverwertung.

Das bedeutet: Long Covid lässt sich in vielen Fällen ähnlich behandeln wie eine Mitochondriopathie – mit dem Unterschied, dass zusätzlich das entgleiste Immunsystem und mögliche Viruslast berücksichtigt werden müssen.

Mehr dazu auf der Seite ME/CFS und Long Covid.

Diagnostik in meiner Praxis

Es gibt keinen einzelnen Laborwert, der eine mitochondriale Dysfunktion eindeutig beweist. Die Diagnose ergibt sich aus dem Gesamtbild – aus Anamnese, Symptomen und einer gezielten Labordiagnostik.

Je nach klinischem Bild untersuche ich unter anderem:

  • Mikronährstoffe: Coenzym Q10, Magnesium, B-Vitamine, Zink, Selen
  • Fettsäurestatus: Omega-3/Omega-6-Verhältnis, Fettsäureverteilung
  • Zellulärer Energiestoffwechsel: Laktat, Pyruvat, organische Säuren
  • Oxidativer Stress: Marker für freie Radikale und antioxidative Kapazität
  • Katecholamine und Stresshormone: Einfluss des autonomen Nervensystems
  • Entzündungsmarker: chronische Entzündungsprozesse als Mitursache
  • Herzratenvariabilität (HRV): Zustand des autonomen Nervensystems

Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild. Nicht jeder braucht alle Parameter.

Therapieansätze bei mitochondrialer Dysfunktion

Wichtig vorab: Es gibt keine Standardtherapie, die für alle gleich funktioniert. Mein Ansatz ist individuell und richtet sich nach den Befunden.

Mikro- und Makronährstoffe
Gezielte Supplementierung nach Laborbefund – zum Beispiel Coenzym Q10, NADH, B-Vitamine, Magnesium, Aminosäuren und gesunde Fettsäuren.

Ernährungstherapie
Eine ketogene oder kohlenhydratreduzierte Ernährung kann die Mitochondrien entlasten und die Energieproduktion über alternative Stoffwechselwege stabilisieren.

IHHT – Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie
Gezielter Wechsel von sauerstoffarmer und sauerstoffreicher Atemluft zur Anregung mitochondrialer Anpassungsprozesse. Mehr dazu auf der IHHT-Seite.

Regulation des autonomen Nervensystems
Osteopathische Impulse, Atemtherapie und HRV-Training zur Unterstützung des Regulationssystems.

Darmtherapie
Ein gestörter Darm verstärkt Entzündungsprozesse und belastet die Mitochondrien zusätzlich. Die Behandlung des Mikrobioms ist oft ein wichtiger Baustein.

Verfasst von Karsten Tebben
Dipl.-Ing. (FH) Physikalische Technik/Lasertechnik | Heilpraktiker | Osteopath
Praxis in Landsberg am Lech seit 2009 | Mitglied: VFO, VUH
Zuletzt aktualisiert: [06/2026]