SpO2-Kurve nach 10 IHHT-Sitzungen – deutliche Verbesserung

Atemnot – IHHT

Eine 84jährige Patientin klagte über Atemnot. Sie könne nur noch ca. 100 m gehen, dann muss sie sich mehrere Minuten ausruhen. 

Ärztlich wurde sie komplett untersucht: Pneumologe, Kardiologe, Herzkatheter, Angiologe (Schaufensterkrankheit).

Die normale Sauerstoffsättigung im Blut betrug nur noch 93% SpO2.

Es mussten also ein paar Mechanismen verändert werden:

  • Bildung von mehr roten Blutkörperchen, um mehr Sauerstoff transportieren zu können
  • Verbesserung der Luft-Blut-Schranke in der Lunge, um den Übertritt des Sauerstoffs aus der Luft in die Erythrozyten zu optimieren
  • Steigerung der Effizienz der Mitochondrien, um mit weniger Sauerstoff mehr Energie bilden zu können (die Mitochondrien sind die Kraftwerke in den Zellen, welche aus Zucker und Sauerstoff Energie erzeugen

Die IHT (Intervall-Hypoxie-Therapie) liefert hier eine mögliche Herangehensweise. 

Das Training findet entspannt im Liegen mit einer Atemmaske statt. Zuerst wird ein verminderter Sauerstoffanteil zugeführt (entspricht etwa 2500 – 3000 m Höhe in diesem Fall), dann ein normaler Sauerstoffanteil von 21% (entspricht Meereshöhe). Dieser Zyklus wurde 4x durchgeführt.

Die ersten Trainingseinheiten sahen wie folgt aus:

SpO2-Kurve vor dem IHHT-Training bei einer Patientin mit Atemnot

Gelbe Kurve: Sauerstoffsättigung im Blut
Blaue Kurve: Sauerstoffgabe
rote Kurve: Herzfrequenz

 

 

Ergebnis: es ist keine wirkliche Anpassung des Körpers an die entsprechende Anforderung zu sehen.

 

 

 

Nach ca. 10 Sitzungen zeigt sich ein völlig anderes Bild:

SpO2-Kurve nach 10 IHHT-Sitzungen – deutliche Verbesserung

Die Patientin kann jetzt wieder ihren normalen Alltag bewältigen; Gehstrecken über 2 km sind für sie einfach zu schaffen, Treppen kann sie jetzt einfach steigen.

Nachtrag: 9 Monate später ist der normale Zustand immer noch erhalten.

 

Studien:

Dudnik, Elena & Zagaynaya, Elena & Glazachev, Oleg & Susta, Davide. (2018). Intermittent Hypoxia–Hyperoxia Conditioning Improves Cardiorespiratory Fitness in Older Comorbid Cardiac Outpatients Without Hematological Changes: A Randomized Controlled Trial. High Altitude Medicine & Biology. 19. 10.1089/ham.2018.0014. 

Glazachev, Oleg & Susta, Davide & Dudnik, Elena & Zagaynaya, Elena. (2018). Intermittent Hypoxia-Hyperoxia exposures Improve Cardiometabolic Profile, Exercise Tolerance and Quality of Life: A Preliminary Study in Cardiac Patients. Indian Journal of Public Health Research & Development. 9. 208. 10.5958/0976-5506.2018.00039.6. 

Gonchar, Olga & Mankovska, Irina. (2012). Moderate intermittent hypoxia/hyperoxia: Implication for correction of mitochondrial dysfunction. Central European Journal of Biology. 7. 10.2478/s11535-012-0072-x. 

 

 

Hinweis: Bei dem beschriebenen Verlauf handelt es sich um die Erfahrung einer einzelnen Patientin/eines einzelnen Patienten aus der Praxis Tebben. Er dient der Veranschaulichung und stellt keine Zusicherung eines bestimmten Behandlungserfolgs dar. Individuelle Verläufe können je nach Ausgangssituation, Diagnose und weiteren Faktoren erheblich abweichen. Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche Diagnose, Beratung oder Behandlung durch einen Arzt oder Heilpraktiker und stellt kein Heilversprechen im Sinne des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) dar.

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