Vernebeltes Gehirn: Brainfog oder Demenz?
Ein vernebeltes Gehirn beschreiben Patienten ganz unterschiedlich – von Wortfindungsstörungen bis zu plötzlicher Vergesslichkeit.
Seit ein paar Monaten wird in meiner Praxis immer mehr berichtet, dass irgendetwas mit dem Gehirn nicht stimmt. Folgende Aussagen werden sehr oft getroffen:
- „ich habe seit ein paar Monaten Wortfindungsstörungen“
- „Meine Frau, älter als 60 Jahre, ist plötzlich innerhalb von 2 Wochen dement geworden“ (Das haben wirklich Mehrere berichtet!)
- „ich kann mich plötzlich nicht mehr so gut konzentrieren“ (alle Altersgruppen)
Was steckt dahinter?
Wie in dem Beitrag „Was hat Covid mit einer gestörten Darmbarriere zu tun?“ beschrieben, ist zur Zeit sehr oft die Blut-Hirn-Schranke, die unser Gehirn schützt, in ihrer Schutzfunktion gestört. So hat eine COVID-Impfung oder -Erkrankung dazu geführt, dass mittels des Botenstoffes Zonulin die Barrieren geöffnet werden. So können Stoffe in den Körper oder in das Gehirn gelangen, die dort nicht hingehören.
Diese Stoffe können im Gehirn eine Entzündung hervorrufen, die diffus und sehr oft nicht als solche erkennbar ist. Auch im normalen Blutbild ist nichts zu finden (die Prozesse finden immer noch hinter der Blut-Hirn-Schranke statt).
Aber wir können bestimmte Stoffwechselprodukte im Urin untersuchen:
Wenn die Bildung von Serotonin aus der Aminosäure Tryptophan (wird per Nahrung zu sich genommen) aufgrund einer Entzündung gestört ist, wird statt Serotonin nun Kynurenin gebildet. Dieses Kynorenin wird im Gehirn zu Quinolisäure abgebaut, welche leider giftig für Nervenzellen ist.
Im oben gezeigten Befund sieht man deutlich, dass zuviel Kynurenin gebildet wird. Hier liegt also eine Neuroinflammation vor. Die Symptome (Konzentrationsstörungen, Probleme die korrekten Wörter zu finden, Depression, etc.) haben also eine organische Ursache.
Therapie:
Die Entzündung muss beseitigt werden, die Blut-Hirn-Schranke geschlossen und die Bildung von Serotonin unterstützt werden.
Das geschieht mittels Mikronährstoffen und erforderlichen Cofaktoren (Antioxidantien, Q10, Vitamine, 5-HTP), einer Beseitigung der Neuroinflammation und einer unterstützenden Therapie mittels IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Therapie).
